Ausbildung zum Zugführer


Der Einsatz einer Rettungshundestaffel setzt wie bei jeder anderen Rettungseinheit eine gute Koordination der vorhandenen Ressourcen voraus.

Diese Aufgabe wird innerhalb der Rettungshundestaffel vom Zugführer wahrgenommen. Je nach Einsatzlage stehen dem Zugführer zusätzlich noch Gruppenführer (z.B. von weiteren Staffeln) und Einsatzassistenten zur Seite.

Die Hauptaufgaben eines Zugführers lassen sich in vier Punkten zusammenfassen:

  • Koordination zwischen Rettungshundestaffel und Einsatzleitung
  • Koordination der Teams im Suchgebiet
  • Festlegung der Suchtaktik & Einteilung der Suchgebiete
  • Effizienter Einsatz der vorhandenen Kräfte

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, bedarf es einer umfangreichen Ausbildung. Diese Ausbildung setzt sich aus den Themen Einsatzorganisation, Führungsarbeit, Einsatztaktik Fläche und Einsatztaktik Trümmer zusammen.

Da eine fundierte Ausbildung dieser Themen-komplexe eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, werden die Themen in einzelnen Theorie-Einheiten vermittelt. Die Ausbildung findet dabei in den verschiedenen Ausbildungsstätten des BRH statt. Die Ausbildung dauert in der Regel 2 Jahre.

Erfahrene Ausbilder bilden dort den Nachwuchs in den o.g. Themen aus. Die Ausbildung erfolgt praxisnah und wird während jährlich stattfindenden Fortbildungen aufgefrischt.

Da die Arbeit eines Zugführers (ZF) jedoch nicht nur aus theoretischen Kenntnissen besteht, müssen alle ZF-Anwärter eine bestimmte Stundenzahl als Gruppenführer nachweisen, bevor sie die Ausbildung zum Zugführer beginnen können.

Arbeiten mehrere Rettungshundestaffeln zusammen, stellt eine Staffel den Zugführer während sich die anderen Zugführer als Gruppenführer unterordnen und dem Zugführer zuarbeiten.

Vor allem für Mitglieder von Rettungshundestaffeln die keinen eigenen Hund besitzen, oder über Vorkenntnisse aus z. B. Feuerwehr, oder Polizei verfügen, bietet die Arbeit als Zugführer eine interessante Ergänzung zur Tätigkeit als Suchgruppenhelfer.